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Geschichte: Legende zur Geschichte Altenbergs
Die Höhlen in der Umgebung von Altenberg dienten schon in grauer Vorzeit steinzeitlichen Jägern als Unterschlupf. In der Bleiweißgrube bei Kapellen fand man eine Speerspitze aus der letzten Zwischeneiszeit (183.000 bis 118.000 v. Chr.).
Zur Römerzeit führte ein Saumweg über den „Alten Berg" und den Nasskamm ins heutige Niederösterreich. Das ganze Gebiet war damals von einem dichten Urwald, dem Cerewald, bedeckt. Nur die Gipfel der Rax und der Schneealpe sowie Feuchtgebiete (Moore) waren unbewaldet.

Eine ständige Besiedelung unseres Tales erfolgte von Niederösterreich aus wohl erst nach der Völkerwanderung am Beginn des Frühmittelalters. So gehörten um 1100 große Teile Altenbergs zum Herrschaftsbereich der Grafen Formbach-Pütten.

Die erste schriftliche Erwähnung Altenbergs in lateinischer Sprache (aniquus mons) finden wir in einer Urkunde aus dem Jahre 1327.
Erst nach der Gründung des Zisterzienserstiftes Neuberg durch Herzog Otto den Fröhlichen im selben Jahr kam unser Gebiet nach und nach in den Besitz des Klosters, so dass im Jahre 1458 von der Mürz bis zum Ameisbichl die heutige Landesgrenze zustande kam.

Die Wälder in Altenberg waren von der Schenkung an das Stift aber ausgenommen. Sie wurden zur Holzkohleerzeugung genutzt, was als Beweis gelten mag, dass damals bereits Eisenerzgewinnung betrieben wurde.

Vom Alter des Bergbaue zeugen nicht nur aufgefundene Strecken, die nur mit Schlegel und Eisen ausgearbeitet sind, ohne Anwendung von Schiesspulver, sondern insbesondere im Alluvialschotter des Altenberger Baches entdeckte Schlacken und Eisenreste, die die alte Sage, der Bergbau sei schon von den "Heiden" betrieben worden, zu rechtfertigen scheinen.
Eine aus dem Jahre 1789 stammende Grubenkarte "des uralt aufgelassenen und wieder in Betrieb gepachteten Eisenpergwerkhes" zeugt von der Wiedereröffnung des Erzabbaues durch einen aus Reichenau eingewanderten Bergmann namens Mathias Mayer. Die Gruben am Altenberger Erzberg und am Bohnkogel lieferten den 35 % erzhältigen Spateisenstein für das Eisenwerk in Neuberg, das zur damaligen Zeit eines der bedeutendsten der gesamten Monarchie war.

Der wirtschaftliche Aufschwung, den der Ort durch das Bergwerk im vorigen Jahrhundert erfuhr, schlug sich in einer Zunahme der Bevölkerung von ca. 300 auf über 800 nieder. In diese Zeit fällt auch die Errichtung einer zunächst ein-, später zweiklassigen Volksschule (1879).

In den Jahren 1892 und 1893 wurde das Bergwerk in Altenberg aufgelassen. Zeugen des einstigen Bergwerkbetriebes sind heute noch das Grubenhaus, bewaldete Schutthalden, der Name "Knappendorf" für den nordöstlichen Ortsteil und der mächtige Erzbrocken auf dem Kriegerdenkmal, der ürsprünglich für die Weltausstellung in Paris bestimmt war.

Als Folge der Bergwerksauflassung und der beiden Weltkriege (1914 - 1918 und 1939 - 1945) kam es zu einem Bevölkerungsrückgang. Trotzdem gab es vor allem nach dem 2. Weltkrieg eine rege Bautätigkeit, wodurch der Bestand an Häusern verdoppelt werden konnte. Noch vor dem Krieg erfolgte 1938 die Elektrifizierung Altenbergs durch den Bau einer Niederspannungsfreileitung bis zur Trafostation in Altenberg. In den Jahren 1954 (Hühnerbergquelle) und 1965 (Gsolgrabenleitung) wurde ein Ortswasserleitungsnetz verlegt.

Das größte Bauvorhaben der Gemeinde Altenberg war der Kanalbau (1984, 1986) im Rahmen des Abwasserverbandes Obers Mürztal.

Aufgrund seiner reizvollen Lage zwischen Rax und Schneealpe, der sich auf das Befinden der Menschen günstig auswirkenden Höhenlage von 800 Metern und nicht zuletzt wegen des Fehlens jeglichen Durchzugsverkehrs wurde Altenberg im Jahre 1976 das Prädikat "ERHOLUNGSDORF" zuerkannt.

Dem Gemeindezentrum mit der Volksschule, dem Gemeindeamt, dem Rüsthaus der Feuerwehr mit dem Kultursaal, sowie dem Groschenlochbrunnen wurde das Prädikat "einzigartig und sehenswert" verliehen. Durch das internationale Wasserforum (1997 - 2001), hat die Gemeinde weit über die Bezirks, Landes und Bundesgrenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erfahren. Internationale in Nationale Experten und Gäste sind von der Lage und Umgebung der Gemeinde begeistert.